Referenzbudgets

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den Referenzbudgets. Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne über das Kontaktformular.

Allgemein

  • Was sind Referenzbudgets?

    Referenzbudgets sind Vergleichsübersichten zu den Lebenshaltungskosten privater Haushalte. Sie geben somit Auskunft darüber, wofür und in welcher Höhe Haushalte in ähnlicher Situation ihr Geld ausgeben.

  • Welchem Zweck dienen Referenzbudgets?

    Mit Hilfe der Referenzbudgets können Sie Ihre eigenen Ausgaben überprüfen und feststellen, an welchen Stellen Sie mehr oder weniger ausgeben als der Durchschnitt. Das hilft Ihnen, Ihr eigenes Konsumverhalten besser einzuschätzen. Im Falle eines knappen Budgets finden Sie möglicherweise bereits erste Ansatzpunkte für Einsparungen. Stehen in Ihrem Haushalt Veränderungen an, können Sie schnell einschätzen, mit welchen Ausgaben Sie zukünftig rechnen müssen.

  • Worauf beruhen die Vergleichsdaten von anderen Haushalten?

    Alle fünf Jahre führt das Forschungsdatenzentrum der statistischen Ämter des Bundes und der Länder eine Befragung bei ca. 55.000 Haushalten zu Einnahmen, Ausgaben, Vermögen, Schulden sowie Wohnsituation und Ausstattung durch (Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, EVS). In einer Sonderauswertung hat die Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft (dgh) auf der Basis dieses vorliegenden Datenmaterials Referenzbudgets für Deutschland entwickelt. Diese Referenzbudgets wurden aktualisiert und bilden die Grundlage für die in der Budgetanalyse genannten Vergleichswerte.

  • Wie werden die Daten aktualisiert?

    Die Ausgaben werden auf der Basis des jährlichen Verbraucherpreisindex aktualisiert und bis zur Neuerhebung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe fortgeschrieben. Liegen neue Daten vor, werden diese als Basis herangezogen. Das Nettoeinkommen bleibt davon unberührt.

  • Wie viele Referenzbudgets stehen zur Verfügung?

    Die Ausgaben in einem Haushalt sind abhängig von verschiedenen Merkmalen wie z. B. der Anzahl der Haushaltsmitglieder sowie deren Alter, Geschlecht und Einkommen. Insgesamt werden 30 unterschiedliche Konstellationen betrachtet. Jede einzelne Konstellation wird nochmals in vier Einkommensgruppen (Quartile) unterteilt. Somit liegen 120 unterschiedliche Referenzbudgets vor.

  • Wie findet man das passende Referenzbudget?

    Zunächst werden Ihre persönlichen Haushaltsmerkmale abgefragt. Nach vollständiger Angabe wird das passende Referenzbudget grafisch und tabellarisch ausgewiesen.

  • Wie sind die Ausgaben geordnet?

    Die Ausgaben werden in 11 Gruppen zusammengefasst (z. B. Wohnen, Ernährung, Mobilität). Ziel ist es, einen ersten Überblick über die Verteilung und die Höhe der Ausgaben zu erhalten.

  • Wie werden die Referenzwerte ermittelt?

    Die vorliegenden Referenzdaten sind Medianwerte. Das bedeutet, dass in einer Reihung der Ausgaben dieser Wert genau in der Mitte liegt. Die Hälfte der Befragten gibt also mehr, die andere Hälfte weniger aus. Im Gegensatz zum arithmetischen Mittel, bei dem alle Werte addiert und die Summe durch die Anzahl aller Werte geteilt wird, verfälschen bei Medianwerten extreme Ausreißer im oberen oder unteren Bereich nicht die durchschnittlichen Ergebnisse. Neben dem Medianwert wird in den Einzelkategorien zusätzlich eine 80% Spanne ausgewiesen (Min-Max-Werte). Damit bleiben die unteren 10% und oberen 10% als Extremwerte außen vor.

  • Warum erfolgt eine Summenbildung nur bei den eigenen Ausgabenwerten?

    Der Referenzwert einer Kategorie ist ein Mittelwert, der ausschließlich über die betroffenen Haushalte hinweg gebildet wird. Die befragten Haushalte, die in der entsprechenden Kategorie keine Ausgaben ausweisen, weil diese nicht auf sie zutreffen, bleiben bei der Berechnung dieses Mittelwertes unberücksichtigt. Dadurch werden die einzelnen Referenzwerte genauer.

    Um ein realistisches Gesamtbudget zu erstellen, sollten nur die Kategorien herangezogen werden, in denen eigene Ausgaben vorliegen. Nicht sinnvoll ist es, die einzelnen Referenzwerte zu einem Gesamtbudget aufzusummieren und dieses als Vergleichswert zu nutzen. Mit dieser Summe würde ein Haushalt als Referenzhaushalt abgebildet, der in allen Bereichen Ausgaben hat. Das entspricht i.d.R. nicht der Realität. Deshalb erfolgt eine Summenbildung nur bei den eigenen, individualisierten Daten und nicht bei den Referenzwerten.

  • Welche Ausgaben sind nicht berücksichtigt?

    Erkenntnisse zu Ausgaben für Vermögensbildung, für Schuldentilgung und für Investitionen fließen nicht in die Referenzbudgets mit ein, da diese als Durchschnittswert wenig Aussagekraft haben.

  • Was bedeutet es, wenn Ausgaben nicht ausgewiesen werden?

    In manchen Ausgabenfeldern erscheint der Hinweis „nicht ausgewiesen“. Hier sind i.d.R. die Zahlenwerte nicht bekannt oder der Wert fällt aufgrund geringer Fallzahlen aus dem Rahmen.

Voraussetzung

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